Mehr als oberflächlich! Wie wir Menschen durch Veränderungsprozesse führen.
23.01.12 // 10.36 UhrWir als mosaikchurch beginnen dieses Jahr mit einer Kampagne unter dem Arbeitstitel: „Mehr als oberflächlich! Den Glauben tiefer verwurzeln.“ Ich beginnen heute mit einer neuen Post-Serie auf context 21 zum Thema: „Wie wir Menschen durch Veränderungsprozesse führen.“ Wie schon auf unserer Homepage gesagt, geht es im Kern der Kampagne um tiefgehende emotionale und spirituelle Wachstumsprozesse. Veränderung „passier nicht einfach“, Veränderung muss bewusst gewollt und angegangen werden. Ausserdem brauchen wir für Veränderung viel Mut, immer wieder der Wahrheit in´s Auge zu schauen und Durchhaltevermögen, da die „eingeübten Verhaltensweisen“, die uns in die gegenwärtige Misere gebracht haben, sehr tief sitzen und meistens schon zu unserer „zweiten Natur“ geworden sind. Ich will hier in den folgenden Tagen & Wochen zunächst 8. Schritte aufzeigen, wie wir uns selber und andere Menschen durch Veränderung führen können.
SCHRITT 1: Wecke ein Gefühl der Dringlichkeit!
Menschen sind „Gewohnheitstiere“ – hat mal jemand gesagt… Obwohl das in meinen Augen eine sehr harte Degradierung der menschlichen Spezies ist, ist die Aussage im Kern wahr! Wir haben alle unser Lieblingsrestaurant, unseren bevorzugten Urlaubsort, unseren „eigenen Sitzplatz“ in der Kirche, unsere Bettseite, unser Leibgericht, unseren Tischplatz und unseren Freundeskreis… Gewohnheiten geben uns das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit und das ist auch gut so! Aber was ist, wenn wir uns Dinge angewöhnt haben, die destruktiv/zerstörerisch sind: wie wir z. B. mit Angst und Ablehnung umgehen, wie wir unseren Gefühlen Ausdruck verleihen oder auch nicht, wie und was wir essen, trinken, rauchen oder sonst wie zu uns nehmen, wie wir Konflikte bewältigen oder mit Schuld, Versagen und Niederlagen umgehen. Auch hier, bei destruktivem Verhalten, entwickeln wir mit der Zeit Gewohnheiten, die uns ein vermeintliches Gefühl der Sicherheit geben, doch ist diese Sicherheit de facto trügerisch, selbstzerstörerisch und manchmal auch sogar tödlich. Wenn allerdings ein Mensch kein Gefühl der Dringlichkeit und keine „positive Schmerzerfahrung“ für eine NOTwendige Veränderung bekommt, wird es bei ihm/ihr zu keiner wirklichen Veränderung führen. Wie können wir dazu beitragen, dass wir selber und andere Menschen, die wir begleiten, für Veränderung offen werden.
- Baue eine persönliche Beziehung auf. Vertrauen ist der beste Nährboden für Veränderung. Wir alle sehnen uns nach Sicherheit, Liebe und Hoffnung. Veränderung ist, besonders in der ersten Phase, wie ein Wirbelwind, der einmal kräftig durch Dein ganzes Haus bläst und dabei viel Chaos und viele Scherben hinterlässt. Besonders in dieser Zeit brauchst Du Menschen um Dich herum, die zu Dir stehen und mit Dir „durch Dick und Dünn“ gehen.
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