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MOSAIKCHURCH HILFT AFRIKA
10.06.11 // 10.03 UhrLiebe mosaikfamilie,
im Mai hatten wir eine Spendenaktion für ein Slum-Dorf in Masi/Südafrika. Hier hat vor einigen Wochen ein Flächenbrand mehr als 1500 Shacks (das sind die Blechbuden, in denen die Leute dort leben) zerstört. Es gab einige Tote und das wenige, was die Menschen dort hatten wurde ihnen durch diese Katastrophe auch noch genommen. Nun sind 1370,- € zusammengekommen und das Ehepaar Fercho, das dort vor Ort arbeitet bedankt sich bei euch allen mit diesem Schreiben...
Hallo Ihr Lieben im weiten Deutschland!!
Durch Jacob Wiebe habe ich erfahren, dass so viele bei euch Geld für Masi gespendet haben. Wir sind so gerührt, dass Ihr euch von Gott gebrauchen lasst, um diesen Menschen hier zu helfen.
Wie ihr ja wißt, sind wir noch immer damit beschäftigt, den Feuerschaden so gut es geht zu beheben. Unser Team hat mitgeholfen, ihre Shacks wieder aufzubauen. Viele der Menschen dort haben uns gesagt, dass sie es noch nie miterlebt haben, dass Weiße mit anpacken. In ihren Augen geben die Weißen Geld als Hilfe. Sie arbeiten aber nicht für die Schwarzen. Das Mithelfen hat uns viele Türen geöffnet. Die meisten sehen uns jetzt mit ganz anderen Augen und haben Respekt. Für uns ist das Großartig, denn sie behandeln uns anders. Jetzt gehören wir dazu.
Wir kaufen immer moch Lebensmittel und verteilen sie in Tüten. Jedoch nicht mehr so viel wie direkt nach dem Feuer. Obwohl viele noch hungern, versuchen wir, ihnen Arbeitsstellen zu vermitteln. Wir dürfen sie nicht von uns abhängig machen, sondern sie müssen selbst Geld verdienen, um ihre Familien zu ernähren. Es ist schwierig diesen Grad herauszufinden: Soll man dieser Person noch helfen, oder nicht.
Thembakazi (eine gute Freundin von mir) hat seit dem Brand tagelang auf dem kalten Sandboden geschlafen. Da ihre Matratze abgebrannt ist, hatte sie nichts, worauf sie sich legen konnte. Also habe ich ihr eine Matratze besorgt. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie ihr Gesicht geleuchtet hat. Sie war so glücklich! Doch nun hat die Regenzeit begonnen und sie schläft nun zwar auf ihrer Matratze, aber diese ist völlig durchnässt von der nassen Erde. Sie braucht unbedingt Holz für einen Boden.
Eine Mutter hat ein Behindertes Kind. In dem Feuer kam auch der Rollstuhl um. Sie hat nun große Probleme ihren 6 jährigen Sohn zu transportieren. Da sie keine Krankenversicherung hat, hat sie keine Möglichkeit einen anderen zu bekommen. Wenn wir genug Geld zusammen bekommen, werden wir ihr einen gebrauchten kaufen.
Einige der Shacks haben immer noch keine Tür. Der Wind blässt ungehindert in ihre Häuser. Eine Tür kostet hier 250 Rand. Das sind umgerechnet ca. 28 Euro. Für uns als Deutsche eine billige Tür, aber die Menschen in Masi arbeiten einen Monat, um 300 Rand zu bekommen.
Es fehlen überall noch Matratzen (von Betten ganz zu schweigen..., aber Matratzen wären ein Anfang), Möbel (Tische, Stühle, Regale, Sofas, Kleiderschränke), Geschirr (Teller, Besteck, Tassen), Babyartikel (auswaschbare Windel-tücher, Decken, Kleidung, Nahrung). Die meisten schlafen einfach auf den Boden.
Ich kümmere mich zu Zeit viel um Mercy, die ich fast täglich besuche. Sie hat vor 4 Jahren Zwillinge bekommen und vor 5 Monaten Drillinge. Sie weiß nicht, was sie mit den Kindern machen soll. Sie kann nirgens wo hin, da sie die Drillinge nicht auf einmal tragen kann. Ich habe ihr einen Zwillings-Kinderwagen gekauft und ihn ihr gebracht. Sie ist in Tränen ausgebrochen und konnte sich kaum halten. Sie ist fertig mit den Nerven und braucht so dringend Hilfe und Gebete. Ihr Name ist Mercy. Ich habe ihr auch eine Tüte mit Essen gebracht und Babywischtücher und Babykleidung.
Gerade weil die Not hier so groß ist, freuen wir uns so, dass so viele Geld spenden. Dies alles wäre nie möglich gewesen, wenn die Gemeinden in Deutschland nicht gespendet hätten. So vielen Menschen wurde schon geholfen und der Hunger gestillt.
Wir vorhin schon erwähnt, wollen wir die Menschen nicht abhängig machen von unserer Hilfe. Wir beten, dass Gott uns führt und uns die richtigen Entscheidungen treffen lässt. Manchen Menschen, so wie Mercy, können einfach nicht arbeiten. Mit 5 kleinen Kindern ist es einfach nicht möglich. Also habe ich ihr einen Kleiderschrank in Masi gekauft (80 Euro). Danke an alle, die bereit sind oder waren, den Menschen in Masi zu helfen! Möge Gott euch reich dafür segnen!!! Wer möchte, kann unsere Geschichte auf unserem Blog weiterverfolgen:
In Liebe miteinander verbunden
Eure Familie Fercho aus Kapstadt/Südafrika









